Wein für Jedermann

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Vitello 2021 Primitivo Merlot Puglia

Herkunft / Traube: Apulien / Primitivo, Merlot

Land: Italien

Jahrgang: 2019

Alkoholgehalt: 13%

Geschmacksrichtung: halbtrocken

Verschluss: sehr guter Kork

Preis: 3,99€ / ?

Bewertung: 4 von 5

Geruch / Blume
Durch eine würzige erste Nase scheinen wenige Kirschnoten hindurch, trocken insgesamt, so auch die schmalen Gerbstoffe, die lediglich begleiten. Nach dem Schwenken bleibt es würzig, die Blume wirkt jedoch frischer, offener, obwohl sie mit Karamell eine eher tragende Note zur Seite gestellt bekommt.

Geschmack / Mundgefühl
Nach sehr mildem Beginn kommt der Vitello reichlich kantig daher, kräftig, nachgerade aufdringlich, direkt mit gutem Volumen versehen (welches nicht ganz bis "nach hinten" reicht). Schon beim nächsten Schluck versöhnlicher, runder. Mit Phantasie rührt das Kantige konkret vom Pfeffer her, hier mehr als ein Bild oder eine Assoziation. Als hübscher Kontrast Reste jener Kirsche, die bereits in der ersten Nase durchschimmerte (falls Kirschen durchschimmern können). Und Reste der Tannine manifestieren sich mit einem leichten Korkton (keine Fehlnote, also kein "Korkschmecker"), der sich gut einfügt.
Ein schmaler Körper passt zum schmalen, doch rundrum spürbar strukturiertem Mundgefühl, das ein Highlight dieses Jahrganges darstellt. Fein mineralisch die harmlose Säure, weder Belag noch Pelz.

Abgang / Nachgeschmack
Erwartbar kein Abgang. Im Nachgeschmack - hm - mehr ein Nachgeschmäckle, leicht scharf noch vom Pfeffrigen, mehr Zitrus jetzt als Frucht, aber alles doch in zu kleiner Dosis. Vergeht rasch ohne weitere Oxidation.

Fazit
Nicht gerade ein Schrankfund, doch der Vitello des Jahrgangs 2021 stand schon eine Weile unverkostet herum. Sich bei 30°C+x zu motivieren, eher als schwer zu prognostizierende Weine zu verkosten (aktuell übrigens leicht vorgekühlt), bedarf einiger Überwindung - es soll ja auch ein Genuss sein - soweit möglich.
Der aktuelle Vitello jedenfalls hat sich gelohnt, keine Ausreißer, keine stürmischen Highlights - vom wirklich hübschen Mundgefühl abgesehen. Problemlos erneut die "4", wie schon beim 2019er, auf den von Anfang an nicht referenziert wurde, da sich schon die Blumen deutlich unterscheiden..


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